Themen

Der Kurs Psychosomatische Grundversorgung der APM e. V. wird in Form von 10 Seminaren mit je 2 Stunden Theorie und 3 Stunden verbale Intervention und 6 Balintgruppenveranstaltungen mit je 5 Stunden durchgeführt.

Der Theorieteil umfasst folgende Themen:

  • Was ist psychosomatische Grundversorgung? Geschichte, Aussagen der Psychotherapie-Richtlinien. Begründung ihrer Notwendigkeit aus dem Wesen und der Häufigkeit der Störungen und ihre Ziele (Erkennung der psychogenen Störung, gemeinsames Krankheitsverständnis zwischen Arzt und Patient, Entscheidung über das notwendige Vorgehen).

  • Allgemeine Psychosomatik: Affekte (Angst, Schuld, Scham, Neid) in ihrer Bedeutung für die Pathogenese. Konflikte (bewusste und unbewusste) und Psychodynamik. Modelle der Entstehung psychischer Störungen. Modell der psychischen Regulation. Abwehrvorgänge.

  • Wichtige Gruppen der psychischen Störungen: Neurosen, Somatoforme Störungen, Psychosomatische Erkrankungen, somatopsychische Erkrankungen. Entstehung, Erkennung, Psychodynamik. Therapie auf den verschiedenen Versorgungsebenen.

  • Depressionen und Angststörungen. Symptomatik und Ätiologie. Insbesondere ihre Psychodynamik und Herausarbeitung des depressiven und angstneurotischen Modus als Verständnisgrundlage für Somatisierungsstörungen.

  • Die heutige Unterteilung der früheren Hysterie und die Herausarbeitung des hysterischen Modus als Verständnisgrundlage der Konversionsstörungen. Narzisstische Störung und (informatorisch) Borderlinestörung und Herausarbeitung des narzisstischen Modus als dritten wichtigen für das Verständnis der Somatisierungsstörungen.

  • Spezielle Psychosomatik: Somatisierungsstörungen, die Erkennung der Gemeinsamkeiten hinter der Vielfältigkeit der Symptomatik in ihrer Psychodynamik (depressiver, angstneurotischer und narzisstischer Modus)

  • Spezielle Psychosomatik : Konversionsstörungen und Psychosomatische Erkrankungen

  • Spezielle Psychosomatik: Essstörungen (Anorexia nervosa, Bulimie, Adipositas) ihre Erkennung in der Grundversorgung. Eigene Möglichkeiten und Weiterleitung in spezialisierte Versorgung.

  • Interventionen in der Psychosomatischen Grundversorgung: Die therapeutische Beziehung und die von Schulen unabhängigen Basisinterventionen in der Psychosomatischen Grundversorgung (Stützen, Klären, Suggerieren und Üben).

  • Der Umgang mit Somatisierungsstörungen in der Psychosomatischen Grundversorgung. Verständnis für die Symptomatik, Aufbau eines gemeinsamen Krankheitsverständnisses, begrenzte Zielsetzung, gemeinsame Behandlungsstrategie und Patientenaktivität, Umgang mit dem jeweiligen psychodynamischen Modus.

  • Chronische Schmerzpatienten: Krankheitsverständnis mit Hilfe des bio-psycho-sozialen Modells, Verbindung von chronischem Schmerz und psychosozialen Stress und die Bedeutung früher Bindungserfahrungen für das Krankheitsbild. Schwierigkeiten in der Arzt-Patienten Interaktion. Verbale Interventionen, diagnostische und therapeutische Prinzipien.

  • Einführung in Autogenes Training: das Seminar gibt einen Überblick über die gängigen Entspannungsmethoden. Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation und Hypnose werden theoretisch vorgestellt und praktisch erfahren. Neben diesen etablierten Methoden werden zudem körperorientierte Akutinterventionen bei Stress/ Angst für den klinischen Alltag wie die „Entschleunigte Atmung" vorgestellt.

  • Einführung in die Sexualmedizin; Ärztliche Weiterbildung und Sexualität; Sprechen über Sexuelles: wie mit Patienten ins Gespräch kommen; Prinzipien und Themenbereiche der Sexualanamnese; Sexualberatung und Sexualtherapie; Überblick über sexuelle Störungen mit sexuellen Funktionsstörungen als Hauptgruppe; Paardimension; Vertiefung der sexualmedizinischen Kompetenz.
   

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